Von alten Wunden zu neuen Wundern - Wege der seelischen Heilung durch Psychotherapie


Schwerpunkt in meiner therapeutischen Arbeit ist die Behandlung von Folgen traumatischer Erfahrungen wie sie etwa Gewalterlebnisse und sexualisierte Gewalt darstellen. Viele Menschen leiden aufgrund dieser Erfahrungen an posttraumatischen Belastungen, wie Ängste, Schlafstörungen, Flashbacks (immer wieder unwillkürlich auftretende Bilder und Gefühle aus diesen traumatischen Situationen). Häufig zeigen sich die Folgen dieser Erlebnisse sowohl auf der körperlichen als auch auf der psychischen Ebene. Dies kann sich auch in einem durchgängigen Mangel an Selbstbewußtsein zeigen, der das Leben immer wieder dann schwer macht, wenn entscheidende Lebensveränderungen auftreten.
Oft erscheint es so, daß gerade dann, wenn man die eigenen Kräfte am nötigsten braucht, Beschwerden auftreten, sei es Prüfungsängste, psychosomatische Krankheiten, Panikzustände, Depressionen, Schlafstörungen und ähnliches mehr. Selbstvorwürfe und Schuldzuweisungen tun ihr übriges, um das seelische Gleichgewicht ins Wanken zu bringen und ein negatives Selbstbild entstehen zu lassen.
Hilfe durch psychotherapeutische Begleitung zu finden, ist ein Akt der Stärke und ein Schritt zur längerfristigen Verbesserung des Lebensgefühls. Gemeinsam mit dem/r KlientIn mache ich mich zunächst auf die Spur, welche Stützungs- und Hilfsstrategien die/der KlientIn von sich aus zur Verfügung hat. Diese deutlich zu machen und noch auszubauen hilft, die Wahrnehmung vom Mangel weg und darauf zu richten, welche Stärken bereits vorhanden sind. Andererseits erforschen wir gemeinsam, welche lebensgeschichtlichen Ereignisse zu den Leidenszuständen und Symptomen geführt haben, um spezifische Heilungsmöglichkeiten der in der Gegenwart zu entwickeln. Der Blick in die eigene Vergangenheit klärt Ursache und Auswirkung seelischen Leidens und hilft, sich selbst von Lasten wie Selbstvorwürfen oder Schuldzuweisungen zu befreien.

EMDR - Eye Movement Desensitization and Reprocessing


Mit der EMDR Traumatherapietechnik, die 1987 von Francine Shapiro in den USA entwickelt wurde, können Belastungen, Ängste und Blockaden, die im Laufe der Therapie spezifiziert und erforscht werden, gezielt bearbeitet und aufgelöst werden. Mit Hilfe von bilateraler Stimulation - durch Augenbewegung, Musik oder taktile links-rechts Berührungen, wird das Nervensystem einerseits beruhigt und andererseits angeregt, sodaß eine Neuverarbeitung stattfindet kann und kreative Lösungen gefunden werden. Das traumatische Ereignis rückt auch im inneren subjektiven Erleben in die Vergangenheit und belastet das Leben im Hier und Jetzt nicht mehr oder nicht mehr so massiv. EMDR führt nicht nur zu einer Symptomreduktion sondern zu einer tiefen inneren Veränderung, die viele mit einem „kleinen Wunder“ vergleichen.
Wichtig in meiner Arbeit ist mir sowohl der Respekt gegenüber den Selbstheilungskräften der Seele, die ich mit meiner Arbeit anrege und begleite, als auch vor den individuellen Heilungsprozessen. Es ist mutig, sich auf die Reise zu den eigenen Kräften, Verletzungen und Ängsten zu begeben. Dies bedeutet, Verantwortung für sich und das eigene Leben zu übernehmen und dadurch mehr Spielraum zu gewinnen. In unserer Zeit der "schnellen" Lösungen und Ablenkungen bedeutet Psychotherapie, dem eigenen Wesen und damit dem Wesentlichen mehr Raum zu geben.

Psychodrama


Sowohl zur Erforschung und Analyse der persönlichen Geschichte, als auch zur (Er)findung kreativer Heilungsansätze arbeite ich mit den Techniken des Psychodramas. In der Einzelarbeit heißt das, daß die Aufstellungen und Rollenspiele mit Hilfsgegenständen, wie Steinen, Stofftieren oder ähnlichem, durchgeführt werden. Dies ist unter anderem mit der Familiensituation, dem sozialen Umfeld oder mit verschiedenen Aspekten eines Konfliktes möglich. Der kreative, spielerische Zugang spricht vor allem die verletzten "inneren Kinder" der KlientInnen an, deren ursprüngliche Lebensenergie erwacht, wenn sie angesprochen und ihre Bedürfnisse endlich wahrgenommen werden.

Entspannungs-, Imaginations- und Atemübungen


Mit der Hilfe von Entspannungs- und Imaginationstechniken bekommt der/die Klientin eine zusätzliche Möglichkeit, ihr Befinden selbst zu steuern und positiv zu beeinflussen. Dies ist vor allem in Krisensituationen ein wichtiges Instrument zur eigenständigen Selbsthilfe.

5 Rhythm Movement Therapy


Die 5 Rhythym Movement Therapy wurde von Andrea Juhan PHD, entwickelt. Die 5 Rhythym Movement Therapy arbeitet mit Methoden aus der Körpertherapie, der Gestalttherapie und basiert auf dem System der 5 Rhythmen Bewegungsmeditation , wie sie von Gabriele Roth entwickelt wurde. Dem Körper und der Bewegung im Körper Aufmerksamkeit zu schenken, vertieft den therapeutischen Heilprozess. Wichtig dabei ist es, den Körper nicht nur als „Symptomträger“ oder über den Schmerz wahrzunehmen, sondern (wieder) zu lernen den Körper als Kraftquelle und Ort der sinnlichen Erfahrung zu erleben und wertzuschätzen.

Brainspotting


Ähnlich wie bei EMDR wird bei Brainspotting mit emotional belastenden Ereignissen gearbeitet. Dabei folgen die Augen einer langsamen Handbewegung des Therapeuten/der Therapeutin durch das Gesichtsfeld des Klienten/der Klientin. Wird die kontinuierliche Augenbewegung durch eine unwillkürliche Reaktion wie zum Beispiel starkes Blinzeln unterbrochen, hat man an dieser Stelle einen Brainspot gefunden. Ein Brainspot bietet Zugang zu einem neuronalen Netzwerk, das emotionale Erfahrungen als Gedächtnisinhalte speichert. Brainspotting wirkt auf die tieferen Hirnstrukturen durch seinen direkten Zugang zum autonomen und lymbischen Nervensystem. Brainspotting ermöglicht einen Zugang bis auf die Reflexebene und löst dort das Trauma als Symptom, die körperliche Belastung und die Verbindung zu dysfunktionalen Überzeugungen.

Energy Psychology

Eine weitere Möglichkeit zur Stabilisierung und Verarbeitung von belastenden Situationen bietet die energetische Psychotherapie. Diese arbeitet mit dem Meridiansystem des Körpers und der Vorstellung, daß psychische Belastungen das Energiesystem des Körpers beeinflußen. Durch gezieltes Klopfen von bestimmten Stellen am Körper (analog zu Akkupunkturpunkten) kann sich der blockierte Energiefluß lösen und neue Erkentnisprozesse in Gang bringen.