Yoga basierte Traumatherapie

Pranayama als Unterstützung in der Traumatherapie –

Wie Yoga die Traumatherapie sinnvoll ergänzen kann.

 

Diese Fortbildung richtet sich an PsychotherapeutInnen, KörpertherapeutInnen, YogalehrerInnen und YogatherapeutInnen, die an persönlicher Selbsterfahrung und Vertiefung ihrer traumatherapeutischen Fertigkeiten arbeiten wollen. 

Die Yoga basierte Traumatherapie arbeitet nach einem 3-stufigen Schema:

 

In der ersten Stufe wird das Herz mit Hilfe von Pranayama geöffnet beziehungsweise schwingungsfähig gemacht. Dazu werden Vorübungen von Pranayama benutzt.

Durch ein gleichzeitiges Fühlen und Führen der Atmung wird dieser Zustand am Herzen herbeigeführt. 

Danach wird das Nervensystem durch die Intentionale-Atem-Reflex-Hemmung (IARH) auf die Belastung in der Trauma Arbeit vorbereitet.

Dieses Pranayama ist speziell dafür vorgesehen, die Auslöseschwelle für Reflexe im Nervensystem nach oben zu versetzen, damit das Nervensystem bei Einwirkung von Reizen ruhig bleibt und nicht anfängt aktiv zu reagieren. Das Nicht-Reagieren ist der erste Schritt mit Hilfe dessen das Beobachten möglich wird. Herzrasen ist ein reflektorisch bedingter Vorgang, der bei Panik automatisch miteinsetzt. Durch Reflexhemmung wird das Herzrasen gar nicht erst in Gang gesetzt.

Panik ohne Herzrasen ist für den Patienten wesentlich einfacherer zu halten als mit Herzrasen. Auf diese Weise wird der Patient für die traumatherapeutische Arbeit stabilisiert.

 

In der zweiten Stufe werden durch Asana-Arbeit Faszien, die durch Traumatisierung belastet sind sanft provoziert, so dass ein Zugang zu den Körper-Emotionen möglich ist.

In unseren Faszien und Muskeln sind die Emotionen vom früheren Erleben abgespeichert. Beim bewussten Durcharbeiten von diesem Gewebe kann Verhärtung wahrgenommen werden, so dass ein Bereich nicht dehnbar ist. Es kann aber auch sein, dass eine motorische Verunsicherung auftritt, wenn bestimmte Muskeln in konkreten Bewegungsgraden bewegt werden.

Durch sanfte Dehnung und durch Zulassen der Verunsicherung erfolgt nach und nach ein Zugang zu den im Gewebe abgespeicherten Körper-Emotionen. Nachdem der Zugang zu den Emotionen gelungen ist erfolgt unmittelbar die Arbeit im Pratyahara.

 

In der dritten Phase wird durch Pratyahara ein spezielles emotionales Containing durchgeführt, so dass ein nachhaltiges posttraumatisches Wachstum eingeleitet wird.

Dieses emotionale Containing beinhaltet eine mit voller Akzeptanz gestaltete Beobachtung aller Emotionen, die vom Körper aufsteigen. Dazu ist oft ein geeignetes Gegenüber notwendig.

Mit Hilfe von Viveka wird im Prozess von Pratyahara die Unterscheidung zwischen Denken und Fühlen durchgeführt. Damit im emotionalisiertem Zustand diese Unterscheidung gelingt braucht es ein vertrautes Gegenüber, der mit darauf achtet, dass diese Unterscheidung verstetigt wird, so dass wir zu einem bewussten Durcharbeiten der Körper-Emotionen kommen können. 

 

Weitere Informationen:

www.yoga-basierte-traumatherapie.de

 

Leitung:

Dietmar Mitzinger, Psychotherapeut und Yogalehrer, Leiter der Arbeitsgruppe „Körperorientierte Verfahren in der Traumatherapie“ bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT).

Weitere Informationen:

 

Publikationen:

Der Pranayama-Effekt in der Trauma-Arbeit,  Junfermann-Verlag 2018

 

ISBN: 978-3-95571-680-6

 

Yoga in Prävention und Therapie,  Deutscher Ärzte Verlag 2013

ISBN 978-3-7691-0625-1 

 

Zeiten:

Fr. 1. - So. 3.5.2020  

Freitag 14:00 - 20:00

Samstag 10:00 - 18:30

Sonntag 10:00 - 15:00

 

Veranstaltungsort:

Markof, Markhofgasse 19

1030 Wien 

 

Beitrag:

€ 390

 

Anmeldung:

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